Krebsschwamm

Chemotherapie-Schwamm

Forscher für biomedizinische Produkte in den USA haben möglicherweise einen wirksamen Weg gefunden, um die im Körper während der Chemotherapie verbleibenden Toxine zu beseitigen. Die Idee hinter dem „schwammartigen“ Gerät ist die Aufnahme von Chemotherapeutika, die in den Blutkreislauf gelangen können. Diese unerwünschte Leckage ist äußerst riskant, insbesondere für Krebspatienten, deren Immunsystem bereits schwach ist, und könnte sich ansonsten negativ auf ansonsten gesunde Organe und Gewebe in der Nähe der Krebsstelle auswirken.

Das innovative Gerät wird mit 3D-Drucktechnologie hergestellt und ist hochgradig an die Vene angepasst, in der die Chemotherapie verabreicht wird. Dank einer Polymerbeschichtung mit poröser Oberfläche kann der Schwamm die streunenden Giftstoffe absorbieren, die den Zieltumor oder das Zielgewebe verfehlen. Der Schwamm wirkt ähnlich wie ein Stent in der Vene – er wird für kurze Zeit (normalerweise einige Stunden) eingeführt und nach Beendigung der Chemotherapie entfernt.

Traditionell werden Chemotherapeutika direkt in den allgemeinen Blutkreislauf eines Patienten injiziert, was zu einem weiten Anwendungsbereich führt. In jüngerer Zeit haben Krebsspezialisten mit einer gewissen Verbindung zu Forschern an UC, Berkeley und UCSF in Kalifornien, wo das Gerät entwickelt wird, Krebspatienten mit in die Venen eingeführten Kathetern behandelt, um einen viel gezielteren Ansatz zu erreichen. Trotz dieser gezielten Maßnahmen haben Ärzte festgestellt, dass eine erhebliche Menge der Medikamentendosis aus dem Zielorgan austritt und anschließend andere unerwünschte Körperteile erreicht. Dieser Schwamm würde in die Vene „hinter“ dem Organ eingeführt, um einen Prozentsatz des Überschusses aufzufangen.

Da Leberkrebs am häufigsten auf diese intraarterielle Weise behandelt wird, verwenden Forscher dies als Ausgangspunkt für klinische Studien. Bisher wurde das Gerät an Tieren getestet, bei denen der Schwamm etwa 64 Prozent der ausgetretenen Medikamente auffangen konnte. Die ersten Ergebnisse sind so ermutigend, dass die Forscher hoffen, dass der nächste Schritt darin besteht, direkt mit klinischen Studien an menschlichen Patienten fortzufahren. Sie hoffen, diese Studien auf Fälle mit Nieren- und Hirntumoren zusätzlich zu Leberkrebs ausweiten zu können.

Dieser Medikamentenschwamm zeigt vielversprechende Möglichkeiten zur Entwicklung weniger invasiver und schonenderer Medizinprodukte. Seien Sie gespannt auf innovativere Hilfsmittel bei der Krebsbehandlung.